Ownership
Ownership macht Organisationen erfolgreich.
In erfolgreichen Organisationen sehen die Menschen, was getan werden muss, um ein größeres Ziel zu erreichen.
Warum ist das nicht überall so? Und wie lässt sich das erreichen?
Die Leute geben ihre Verantwortung an der Garderobe ab wie einen Mantel.— Thomas, Bereichsleiter
„Ich kann das einfach nicht verstehen. Wenn sie in den Urlaub fahren und 50 km vor ihnen ist die Autobahn gesperrt, würden sie nie auf die Idee kommen, sich da einfach hinzustellen und zu warten, bis die Sperrung aufgehoben ist. Sie würden von der Autobahn abfahren und versuchen, eine alternative Route zu finden.
Aber wenn sie in die Firma kommen, geben sie am Eingang alle Verantwortung ab, wie einen Mantel. Sie warten einfach ab, bis jemand anders ein Problem löst, vor dem sie stehen. Selbst, wenn sie es mit ein bisschen mehr Anstrengung selbst lösen und damit einen ganzen Entwicklungszyklus retten könnten."
Thomas ist mit seinen Gedanken nicht allein. Viele Unternehmer und Führungskräfte wünschen sich, dass ihre Mitarbeiter mehr Ownership übernehmen. Sie wissen nur nicht, wie sie das erreichen können.
Wie sich das äußert
Der Verantwortungsverlust zeigt sich selten als große Krise. Er zeigt sich in lauter kleinen Symptomen, die zusammengenommen eine ganze Organisation lahmlegen können:
- Entscheidungen stauen sich zurück.Führungskräfte bekommen selbst kleinste Entscheidungen wieder auf den Tisch, weil niemand darunter bereit ist, sie selbst zu treffen.
- Projekte verzögern sich.Alle kennen die Lücken im Ablauf und die Schritte, mit denen man sie schließen könnte. Doch niemand nimmt das Heft in die Hand.
- Probleme wachsen unbemerkt.Jeder schaut nur auf den eigenen kleinen Entscheidungsbereich und lässt Probleme so lange wachsen, bis sie unüberwindbar werden.
Jedes einzelne Symptom lässt sich nicht mit mehr Kommunikation, dedizierten Trainings oder schärferen Appellen lösen.
Bessere Ansprachen, Purpose-Workshops, RACIs und Rollenbeschreibungen – hier setzen die meisten Unternehmen an. Für Unternehmer und Führungskräfte ist das oft der naheliegende Weg, denn der scheint genau die Probleme zu adressieren, die es im Unternehmen gibt:
• Entscheidungen bleiben liegen, weil sie niemand verantworten will? Eine Rollenbeschreibung behebt die Unklarheit.
• Projekte versanden, weil niemand ein Problem löst? Mehr Kommunikation zum Wir-Mindset motiviert zum Handeln.
Plötzlich steht man vor einem Berg an Problemen, der gar nicht erst so groß hätte werden müssen, wenn alle ein klein wenig mehr Einsatz gezeigt hätten.
Dieser Aktionismus führt nur zu mehr Arbeit für alle, zu mehr Unzufriedenheit über die Zustände und zu Frust, wenn die Ergebnisse ausbleiben. Hier beginnt eine Endlosschleife aus Aktion und Reaktion, die die ganze Organisation dauerhaft aufreiben kann.
Das passiert, weil die wahren Probleme mindestens eine Ebene tiefer liegen:
• In der Struktur, in der die Organisation sich befindet.
• In den Informationen, die Menschen zugänglich sind.
• In der Disposition, die jeder Einzelne mitbringt.
Daraus entsteht ein Dreieck, in dem Ownership von drei starken Säulen getragen wird.
Das Ownership-Dreieck
Können. Trauen. Wollen.
Können
Die reale Fähigkeit, Verantwortung auszufüllen, durch eigene Kompetenz und Ressourcen, Entscheidungsbefugnis.
- Gestaltung
- Kompetenz
- Selbstwirksamkeit
Trauen
Der von außen geschaffene Raum, in dem Menschen sich trauen, Verantwortung tatsächlich zu übernehmen, ohne Angst vor Fehlern oder Machtverlust.
- Kultur
- Vertrauen
- Risikobereitschaft
Wollen
Der innere Antrieb, Verantwortung zu übernehmen aus echtem Interesse am Ergebnis, nicht aus Pflichtgefühl.
- Belohnung
- Sinn
- Intrinsische Motivation
Das Ownership-Dreieck schließen.
Ownership ist kein Charakterzug.
Es ist das Ergebnis davon, ob Können, Trauen und Wollen in einer Organisation tatsächlich gestärkt zusammenkommen.
Ownership ist mehr als die reine Übernahme von Verantwortung, wenn eine Lücke entsteht. Sie ist ein vielschichtiges Gefühl aus psychologischer und prozessualer Sicherheit, unternehmerischem Denken und echter Zugehörigkeit.
Die drei Säulen „Können“, „Trauen“ und „Wollen“ sind die Basis, jede davon ist errichtet mit Bausteinen aus Struktur, Information und Disposition. Dieses Konstrukt kann stark sein, wenn es einmal sauber aufgebaut wurde. Doch werden einzelne Bausteine von Anfang an nur provisorisch bearbeitet, bricht es in sich zusammen.
Wir arbeiten gemeinsam an jedem Element der drei Säulen, damit Ownership in Ihrem Unternehmen auf einer starken Basis steht. Dabei schauen wir nicht auf einzelne Symptome, sondern auf die Bausteine dahinter: Wo fehlt Struktur, wo fehlt Information, wo fehlt Disposition?
So entsteht kein Provisorium, sondern ein Fundament, das trägt: in der Keynote, die den ersten Impuls setzt, im Workshop, der konkrete Lücken schließt, und in der Beratung, die langfristig an der Statik arbeitet.
Wie wir zusammenarbeiten können
Keynote
Der Einstieg für Führungskräfte und Teams: eine Keynote, die das Ownership-Modell greifbar macht und den ersten Impuls setzt.
Mehr zur Keynote →
Assessment
Die schnelle Standortbestimmung für Entscheider: mit Benchmarks gegenüber anderen Unternehmen und konkreten Handlungsempfehlungen für die eigene Organisation.
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Beratung
Vom fokussierten Workshop bis zur dauerhaften Partnerschaft: Begleitung, die Ownership strukturell verankert, in drei Stufen.
Mehr zur Beratung →
Über mich
Seit über 15 Jahren begleite ich Veränderung in Konzernen und Mittelstand – als Beraterin, Keynote-Speakerin und Autorin. Meine Erfahrung: Ownership lässt sich nicht erzwingen, aber gezielt ermöglichen.
Mehr über mich →Bereit, den Eingang zu verändern?
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